And finally - Japan!

Läck doch mir, ich bin in Japan, gibt's denn das? :) Auch nach einem Monat hab ichs noch nicht wirklich realisiert, dass ich an meinem Ziel angekommen bin und bald wieder zuhause sein werde. Wenn ich an den ersten Tag dieser Reise zurück denke, habe ich das Gefühl, dass ich erst gerade losgefahren bin. Und wenn ich daran denke, was ich zwischen jetzt und dann alles erlebt habe, fühlt es sich an als wäre ich schon ein Leben lang unterwegs. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Japan noch unendlich weit weg ist. Aber auch wenn ich während der ganzen Reise der Ankunft entgegen fieberte, so war doch von Anfang an der Weg das Ziel, und wenn ich an alles Erlebte zurückdenke, dann habe ich mein Ziel eigentlich jeden Tag erreicht!

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Malaysia Part 2

Hier hab ich für euch den neusten Videoblog zu Malaysia und Singapur. Viel Spass dabei :)

Und für alle dies interessiert, die Kategorie "Route" hat wieder mal ein Update erhalten und falls es euch mal ganz langweilig sein sollte gibt's neu auch die Rubrik "Statistics".

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Wiedersehen mit George in Thailand

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Thailand - Land of smiles

Während mir in Vietnam noch Hühner, Büffel und Schweine auf der Strasse Gesellschaft leisteten, sind es in Thailand Affen, Warane und Schlangen, die dem Radleralltag die Würze geben und bei mir jeweils fast einen Herzinfarkt auslösen wenn sie vor mir auf die Strasse secklen. Aber zum Glück gibt's in Thailand noch viel mehr als hinterlistige Schlangen und suizidale Affen :)

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Cambodia

 

«35 Dollar» waren die ersten Worte, die ich in Kambodscha hörte. "Äbefaus Grüessech, Herr Gränzwächter", dachte ich mir. Er reichte mir ein Zettel, den ich unter den Blicken von sechs gelangweilten Angestellten ausfüllte und keine drei Minuten später hatte ich das handgeschriebene Visum im Pass. Dann gings noch zu einem Medizincheck, wo ich mich vor eine Kamera oder so was Ähnliches stellen musste (funktionierte vermutlich sowieso nicht), worauf der Herr meinte, dass ich gesund sei und nochmals einen Dollar forderte J

 

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Einmal quer durch Vietnam

Grüner Dschungel, eindrückliche Karstfelsen, riesige Höhlen, kleine Holzdörfer, Ho Chi Minh Statuen, stickige Grossstädte, gemütlich schmatzende Schweine, Büffel und Hühner auf den Strassen, Reisfelder soweit das Auge reicht und eine wunderschöne Küste, gespickt mit gutem Essen und herzlichen Menschen, ja das ist Vietnam. Es ist nicht nur die Landschaft, die dieses Land so faszinierend macht, es sind vor allem die Menschen mit ihrer positiven und fröhlichen Einstellung, die mir beim Vorbeifahren immer wieder ein herzliches Lächeln schenken und Xin Chau zurufen. Besonders toll ist es, an einer Schule vorbei zu fahren! Dann heisst es kurz Luft holen und los gehts; hunderte Kinder winken mit dem Peace Zeichen und schreien Hello und natürlich will jedes Einzelne ein Hello zurück. Phuu da komm ich manchmal ganz schön ausser Atem J

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Good Morning Vietnam

Wo soll ich nur beginnen? Vietnam ist einfach super! Dies wird wieder mal eher ein Fotoblog, und ein richtig kitschiger obendrein ;)

 

Nach einer reibungslosen Einreise suchte ich mir in der Grenzstadt Lao Cai gleich ein richtig teures Hotel, um mir wieder mal ein sauberes Badezimmer mit Badewanne zu gönnen und mich einmal quer durch alle vietnamesischen TV Sender zu zappen. Die Synchronisation der Hollywood Filmen ist das Witzigste, das ich je im TV gehört habe und ich musste Tränen lachen, als Jason Statham in einer Schiessszene mit einer gleichgültigen Frauenstimme auf Vietnamesisch herumschrie :D

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China Part 4, Provinz Yunnan

Yunnan ist die Traumdestination vieler China-Reisenden, welche mit ihrer vielfältigen Natur, Kultur und schönen Stadtnamen wie Dali, Kunming und ShangriLa viele Touristen anlockt. Im Norden ziehen endlos scheinende Hügel ihre Bahnen, im Osten bildet ein weites Becken den Brotkasten dieser Provinz, im tropischen Süden lebt die Hälfte aller Minderheiten Chinas und im Westen ragen hohe Berge des Himalayas in den Himmel.

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China Part 3, Provinz Sichuan

Wie zum Teufel hab ich mir in Chengdu bloss eine Muskelzerrung geholt? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, aber am Velofahren konnten es nicht liegen, denn dieses befand sich zu dieser Zeit in einer wohlverdienten und längst überfälligen Reparatur.

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Neue Handynummer

Halloedeli :)

Wie ihr vielleicht schon erfahren habt, habe ich mein Handy geschrottet und all meine Kontakte verloren... Naja, gschech nuet schlimmers ;) Bitte schriebt mir doch eine Nachricht an die Nummer 0041 76 727 92 89, damit ich eure Nummer wieder habe. Merci und bis bald :)

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China Part 2, Provinz Gansu

 

Dunhuang ist eine Oasenstadt, 120 Kilometer von der West – Ost Strasse abgelegen in der Wüste Gobi, welche sich auf einem erstaunlich grünen Streifen zwischen hohen Dünen und sich endlos ausbreitendem Sand befindet. Früher war dies eine wichtige Station für die Händler auf der Seidenstrasse, um vor der langen Reise durch die westlich liegende Taklamakan Wüste in den eindrücklichen Mogao Grotten noch ein letztes Mal für ein gutes Gelingen der Reise zu beten.

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China Part 1, Provinz Xinjiang

Karakol ist eine russische Siedlung am Ostende von Kirgistan mit farbigen Holzhäuser, Leninstatuen, einer russisch-orthodoxe Holzkirche, einer chinesischen Moschee die eher aussieht wie ein buddhistischer Tempel, einem grossen Containerbasar und einer super Pizzeria, wo ich meine erste Pizza seit Italien essen konnte :) Vielen Bewohnern sieht man aufgrund der blonden Haare und hellen Haut sofort an, dass sie russischer Abstammung sind und sie verhalten sich auch viel «russischer» als die Kirgisen. Nachdem ich mein Velo wieder mal richtig gründlich gewaschen hatte, schaute ich mich stundenlang in dem Containerlabyrinth des Basars nach Ersatzteilen um, aber ausser ein paar alten Schläuchen und staubigen Bremsklötzen war nicht viel zu finden. Dafür habe ich ein paar billige chinesische Schraubschlüssel ergattert, welche nach dem Anziehen der ersten paar Schrauben bereits futsch waren. Ich hatte noch viel Zeit von meinem zweimonatigen Kirgistan Visum übrig, aber nach drei Tagen in Karakol wurde ich langsam kribbelig und machte ich mich schliesslich auf den Weg zu einem kleinen kasachischen Grenzübergang auf dem östlichsten Pass Kirgistans. Die Schotterstrasse war teilweise so steil, dass ich das Velo stossen musste und als ich am Abend von einem Gewitter eingeholt wurde, stellte ich mein Zelt im Regen so schnell es ging auf einer Wiese neben der Strasse auf. Am nächsten Morgen um 5 Uhr erwachte ich in knöcheltiefem Wasser, welches über den Wasserdichten Rand ins Innere hineinlief und langsam aber sicher meinen Schlafsack füllte. Ich glaub ich war noch nie so schnell wach wie an diesem Morgen ;) In der Eile hatte ich am Abend zuvor das Zelt an einer flachen Stelle zwischen zwei Hügeln aufgestellt, wo sich das Regenwasser sammelte und das Feld flutete. Das Wasser drang in alle Taschen und so ziemlich alles was ich dabei habe war komplett nass. Das war eine ziemlich harte Lektion, aber das passiert mir jedenfalls nie mehr :)

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Kyrgyzstan

 

Immer noch nicht ganz gesund, aber richtig motiviert brach ich am Donnerstagmorgen auf, um meine Reise durch Kirgistan zu starten. Je mehr ich über dieses Land las und erfuhr, das lediglich als Alternative zu Tajikistan und dem legendären Pamir Highway herhalten musste, desto mehr freute ich mich, dass ich mich für dieses Land entschieden hatte. Wahrscheinlich haben noch nicht allzu viele von Kirgistan gehört, welches zwischen Russland, Usbekistan, Tajikistan und China liegt und «Die Schweiz Zentralasiens» genannt wird. Das Land ist ein wahres Outdoor-Paradies mit unberührter Natur, Wildwasserflüssen, Bergseen, Schluchten, weiten Tälern und hohen Bergen, die 95% der Landschaft ausmachen.

 

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Cappadocia

Da ich gerade erst einen Blog geschrieben habe, lasse ich für Kappadokien mal die Bilder für sich sprechen :)

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Türkische Gastfreundschaft auf dem westanatolischen Hochplateau

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seit ich mich zuletzt gemeldet habe, dafür gibt’s jetzt etwas mehr zu lesen :) Seit ich mit Pierre in Istanbul losgefahren bin, sind wir 9 Tage durchgeradelt und hatten kaum mehr Internetzugang. Was für eine Erfahrung, ein paar Tage ohne Internet kenne ich gar nicht mehr ;)

 

Die Fahrt aus Istanbul heraus wäre vermutlich ein Albtraum gewesen, wäre da nicht ein perfekt ausgebauter Radweg entlang der Küste, welcher uns 30 km lang durch Parks und unzählige Freizeitanlagen zum Hafen von Pendik führte. Von dort aus nahmen wir bei tollem Wetter die Fähre nach Yallova und konnten nach einer Stunde auf dem Schiff bereits wieder weiterradeln.

Und wie wir weiterradelten… Pierre verabscheut Hauptstrassen und ist ein Spezialist im Finden von kleinen Nebenstrassen, was in aller Regel mehr Kilometer und vor allem noch mehr Höhemeter bedeutet. Landschaftlich sind diese Strecken dafür jeweils umso schöner und nachdem wir die brutale Steigung mit Schiebepassagen am ersten Tag hinter uns hatten, kamen wir in der Stadt Iznik an. Als Pierre durch das Schaufenster einer kleinen Nähstube schaute, wurden wir vom Schneider gleich zum Cay eingeladen und plauderten zwischen 3 nostalgischen Brother-Nähmaschinen über unsere Reise. Am Abend stellten wir unsere Zelte im Stadtpark am See auf und konnten trotz dem Strassenlärm prima schlafen.

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Das Tor zum Orient

Nach ein paar erholsamen Tagen in Thessaloniki ging ich am Donnerstagabend zum Busbahnhof, wo mir vom Chauffeur des Nachtbusses gesagt wurde, dass ich beide Räder meines Velos abmontieren müsse um mitfahren zu dürfen. Weil mir das dann doch ein bisschen zu blöd war, nahm ich nur das vordere Rad ab, was ich nach einigem Hin und Her irgendwie durchstieren konnte. Phuu, nochmals Glück gehabt :) Wer noch nie mit einem griechischen Bus in die Türkei gefahren ist, sollte sich unbedingt mal so eine Tour buchen. Die Fahrt war aufregender als die Achterbahnen im Europapark und die Präzision, mit welcher der Chauffeur bei doppelter Höchstgeschwindigkeit über Rot fuhr und streunenden Hunden auswich, war eine Meisterleistung. Auch die Rennen mit anderen Reisebussen und das dazugehörige Lachen unseres Chauffeurs, wenn er gewann, hatten einiges an Unterhaltungswert.

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Shit happens

Wie geht das berühmte Sprichwort nochmal? Ah ja, «Keep calm and eat cupcakes»! Aber ich glaube, ich werde euch noch ein bisschen auf die Folter spannen ;)

 

Als Pierre und ich morgens in Bitola losfuhren, waren die Berge mit einer Schicht Neuschnee überzogen und es war saukalt. Bei einem kleinen Veloladen machten wir einen kurzen Halt, um ein paar Ersatzteile zu besorgen und da es bereits 8 Uhr morgens war, erhielten wir gleich noch ein Glas Schnaps zur Feier des Tages :) Jetzt waren wir aufgewärmt und nach kurzer Zeit erreichten wir schon die griechische Grenze. Ich war gespannt, ob es aufgrund der Flüchtlingswelle so reibungslos klappen würde wie bisher, und tatsächlich waren wir nach etwa zwei Minuten auf der anderen Seite. Während der Fahrt nach Edessa machten wir alle vier

Jahreszeiten durch und zogen uns wärmer an wenn der Wind blies, zogen uns wieder aus wenn die Sonne vom wolkenlosen Himmel schien und dann wieder eine wärmere Schicht wenn es anfing zu schneien. Dafür hatten wir auf der Nebenstrasse durch die Hügel nicht den geringsten Verkehr und wir fanden es ganz schön cool, mit dem Velo in eine andere Zeitzone gefahren zu sein. Es war Nationalfeiertag in Griechenland und alle Läden waren geschlossen, weshalb wir neben einer orthodoxen Kirche noch unsere letzten Reserven Brot, Thunfisch und Schoggi-Cake verschlangen. Als wir in Edessa ankamen fanden wir einen Spielplatz mit Kraftgeräten, und da wir seit langem nur reisen und keinen Sport gemacht hatten, gabs noch eine kleine Trainingseinheit obendrauf :) Edessa liegt auf einem Plateau, welches gegen Osten fast senkrecht abfällt und den Bächen, welche sich durch die Stadt ziehen, eine tolle Gelegenheit bietet, sich als grösste Wasserfälle Griechenlands in die Tiefe zu stürzen. Nachdem wir gemütlich durch die Altstadt geschlendert sind, suchten wir uns einen Zeltplatz für die Nacht und fanden eine tolle Pfirsich-Plantage, wo wir unsere Zelte zwischen den Bäumen aufstellten.

 

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The Balkans

Als ich abends in Dubrovnik zurück zum Hostel ging, sah ich am Stadttor einen Tourenfahrer, der etwas verloren wirkte und fragte ihn, ob er ein Hostel suche. Pierre, ein Journalist aus Frankreich, startete ein paar Tage vor mir in Lyon und will mit dem Velo innert 10 Monaten in die Mongolei fahren. Kaum kennenglernt beschlossen wir, dass wir am nächsten Tag

gemeinsam nach Montenegro fahren würden. Es war toll, wieder mal mit jemandem zusammen zu fahren und wir hatten etwa das gleiche Tempo, nur bergauf ging er ab wie eine Rakete und ich hinkte hinterher als wäre ich eine Oma auf einem alten 3-Gang Fahrrad. Da bringen nicht mal meine super Zuckerorangen was :) Nach dem Grenzübergang zu Montenegro konnten wir mit etwa 60 km/h den Berg runter sausen und hatten einen super Blick auf die Bucht von Kotor. Als wir gemütlich der Bucht entlang in Richtung Kotor fuhren, wurden wir von einem fröhlich hupenden jungen Motorradfahrer mit einem Affenzahn und wie üblich ohne Helm überholt. Ich musste noch über diesen Dödel lachen, weils einfach so dämlich war wie er fuhr. Als wir ein paar Meter um die nächste Kurve fuhren, lagen er tot neben seinem Motorrad und einem entgengen kommenden Auto auf der Strasse. Die Sanität war auch sofort vor Ort, aber da war nichts mehr zu machen. Es ist traurig, Kilometer für Kilometer all die Grabsteine von meist noch jungen Männern an den Strassenrändern zu sehen, die vermutlich auf eine solch sinnlose Art ihr Leben verloren. Aber ich habe ja beruflich auch schon das eine oder andere Mal solche Situationen erlebt und jedes Mal bewirken sie, dass ich mein Leben umso mehr geniesse.

 

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Immer weiter gegen Süden

Es ist schon wieder eine Weile her seit ich mich zuletzt gemeldet habe und ich glaube, es gibt doch wieder das Eine oder Andere zu berichten :)

Zadar hat mir super gefallen! Als ich nach der Erkundungstour der mittelalterlichen Altstadt und ein paar Bier auf die Uhr geschaut habe war bereits Mitternacht, diese Nacht würde also nicht mehr viel Schlaf hergeben. Eigentlich hätte ich in der «Tequilla Shot Bar» ja gerne noch ein bisschen weiter gefeiert, aber das hätte meinen Plan, am nächsten Tag 125 km nach Trogir

zu fahren wohl etwas über den Haufen geworfen.

 

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Ziemlich windig heute...

Seit bald einer Woche bin ich nun alleine unterwegs, und ich brauchte etwas Zeit, um mich daran zu gewöhnen. Aber lange war ich nicht alleine und ich denke es ist an der Zeit, euch meinen neuen Freund «Bora» vorzustellen. Er begleitet mich seit Slowenien mit einer treuen Hartnäckigkeit, wie man sie von einem guten Reisegefährten erwarten würde. Und obwohl er unsichtbar ist, umgibt er mich mit einer unnachgiebigen Ausdauer, die wirklich bewundernswert ist. Seit drei Tagen bläst mir der Bora-Wind um die Ohren, bringt kaltes Wetter und Regen und macht seinem Ruf als einer der stärksten Winde der Welt alle Ehren. In der Regel bläst er mir von vorne entgegen, was dazu führt, dass ich abwärts mit viel Anstrengung ca. 10 km/h erreiche, geradeaus sinds etwa 5 km/h. Manchmal erwischt er mich genauso unnachgiebig von der Seite, was mich ab und zu fast über die Geländer die Klippen runter oder in die Mitte der Strasse schleuderte. Ich muss aber fair bleiben, es ist nicht alles schlecht an meinem neuen Freund. Selten, wirklich sehr selten, überrascht er mich für einen kurzen Moment von hinten und katapultiert mich innert Sekunden von 5 km/h auf 40 km/h, was doch auch ganz nett ist. Und weiter sind meine verschwitzen Kleider nie wirklich nass, weil sie ständig trockengeföhnt werden. Die letzten Tage wurden so zu einem richtigen Kraftakt, aber was solls. Es gibt ja nur zwei Sachen die einem bleiben; das Velo über die Klippen zu werfen, auf den Boden zu sitzen und auf den nächsten Bus zu warten, oder alle Kraftreserven zu mobilisieren, sich dagegen zu stemmen und einfach durchzuradeln. Da ich doch sehr an meinem kleinen Stahlesel hänge habe ich mich für das zweite Entschieden :) Nachdem ich drei Tage der kroatischen Küste entlang gegen ein unsichtbares Düsentriebwerk gekämpft habe, bin ich in Zadar angelangt, und siehe da, Bora ist so plötzlich verschwunden wie er gekommen ist. Ich bin mir zwar sicher, dass er mich bis Montenegro noch einige Male besuchen wird, aber dank meiner «Roadtrip» Playlist komme ich mittlerweile ganz gut klar damit :) Es ist unglaublich wie gut Musik wirkt und ab und zu ein freundliches Lächeln und Winken ist mindestens genauso motivierend!

 

Und weil ich Euch Bora nicht vorenthalten möchte, habe ich ein kleines Video mit seinem Einverständnis gedreht (ich sagte, er soll doch noch ein bisschen mehr blasen, wenn er damit einverstanden ist – hat ganz gut geklappt ;)

 

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What a start!

Was gäbe es besseres für  Jonnys Geburtstag am 05.03.2016 als Burger, viel Bier und noch mehr Ginger-Whiskey Drinks im Hard Rock Cafe Venezia? Nach der ersten Etappe haben wir uns das sicherlich verdient :) Es ist der zweitletzte Abend mit Jonny, welcher am Montagmorgen leider schon wieder auf den Zug in Richtung Schweiz muss und sich somit unsere Wege für eine Weile trennen. Dass die Stadt ausserhalb des Hard Rock Cafes unter Wasser steht stört uns nicht sonderlich und so sind wir noch bis weit nach Mitternacht damit beschäftigt, uns über alles Mögliche zu unterhalten, neue Pläne zu schmieden und die vergangenen Tage revue passieren zu lassen. Aber alles der Reihe nach.

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Und los geht`s!

Ich kann es kaum fassen, aber der Tag der Abreise ist nun tatsächlich gekommen und ich überprüfe nochmals, ob ich alles in meine Taschen gepackt habe. Ich wollte eigentlich nicht nervös werden und doch war ich in meine Leben vermutlich noch nie so nervös wie jetzt. Ich freue mich wie ein kleines Kind, aber wahrscheinlich brauche ich noch einen Moment um zu realisieren, dass ich nun tatsächlich aufbreche um meinen Traum zu erfüllen.

 

Am Samstag hatte ich mein Abschiedsfest und ihr könnt euch kaum vorstellen wie unglaublich ich mich gefreut habe, dass so viele Freunde und Familie kamen. Das Video, das ihr zu meinem Abschied gemacht habt, hat mich wahnsinnig gerührt und ich musste mich richtig zurückhalten um nicht loszuheulen wie ein Schlosshund. Ich möchte mich bei euch allen herzlich bedanken und bin überglücklich, euch in meinem Leben zu haben! Der Abschied fiel mir echt schwer und ich werde euch vermissen und oft an euch denken, aber ich bin mir sicher, dass ich euch schon bald wiedersehe.

 

Und nun geht`s los, ich freue mich schon auf die vielen Eindrücke, die Natur, die Landschaften, die Kulturen, die Menschen, die einsamen Strassen, die belebten Städte und die vielen Abenteuer die vor mir liegen. Drückt mir die Daumen und bis bald :)

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Noch ein paar Eindrücke zum Start der Reise :)