Wiedersehen mit George in Thailand

Blog von Benadikt und Jonny

 

Am 25. Dezember war es soweit, am Flughafen Zürich kam eine zusammengewürfelte Truppe aus Arbeitskollegen, Familienmitgliedern und Freunden zusammen. Aus unbekannten sollten Freunde werden, aus Freunden Familie. Doch erstmal der Reihe nach.

Wie einige von euch wissen (und wie im Thailand Blog erwähnt), haben wir bereits vor einiger Zeit beschlossen George über Weihnachten/Neujahr einen Besuch in Thailand abzustatten. Voll bepackt mit tollen Geschenken wie Snus, Fondue, Parisienne und Rivella - nur das Rivella nicht vergessen. Es sollte wohl jemand bei Rivella anrufen und fragen ob Interesse an einem exklusiven Sponsoring von George besteht – jeder der ihn schon auf seiner Reise besucht hat kann nämlich bestätigen, dass seine liebe für das heimische Milchsäuregetränk keine Grenzen kennt.

 

Am Flughafen Zürich kam es bereits beim Check-in zum ersten Eklat. Beni wurde von einer hübschen Emirates Mitarbeiterin freundlich mitgeteilt, dass auf dem Display neben seinem Namen „boarding denied“ stehe. Die genauen Gründe kenne sie auch nicht aber er könne wohl nicht fliegen. Nach einigem hin und her klappte es schliesslich doch noch und die erste Krise war überwunden, es sollte bei weitem nicht die letzte bleiben.

 

Der Flug nach Thailand verlief friedlich und so kamen wir etwas müde aber überglücklich in Bangkok an. Bei unserer Ankunft wartete George bereits sehnsüchtig auf der Treppe zum Haus. Viele herzliche Umarmungen später feierten wir eine ausgelassene Wiedersehensparty, die bis in die frühen Morgenstunden andauern sollte.

 

Weil wir George so sehr vermisst haben, blieb es allerdings nicht bei einer einzigen Wiedersehensfeier und es wurde bald zur Gewohnheit, dass die ersten Sonnenstrahlen uns signalisierten, dass es Zeit fürs Bett ist. Einige von uns lebten sogar die ganzen zwei Wochen in Thailand (+6h) strikt nach Schweizerzeit (MEZ + 1:00) um das Jetlag zu vermeiden- auch eine Möglichkeit.

 

Cartoon Network Aqua Park

Ein Zwischenhighlight war der Besuch im Cartoon Network Aqua Park. Alex und Käthi, die jüngsten im Brönizimmer Clan, freuten sich bereits Tage zuvor auf den Besuch. Es war schliesslich das Weihnachtsgeschenk des grosszügigen „Götti George“ an die Kleinen. Im Park angekommen wurde schnell klar, dass die Einheimischen von dem Wasserpark wohl nicht gross profitieren können. Die Preise waren ausnahmslos auf europäischem Niveau und das Bier sogar teurer als in der Schweiz. Wir hatten trotzdem grossen Spass, wie ihr auf den Fotos erkennen könnt.

 

Ausflug auf die Affeninsel

Eines Abends am Strand sahen wir wie ein Motorboot eine Gruppe betrunkener Russen am Strand absetzte. Daraufhin erkundigten wir uns was die Gruppe spassiges gemacht hat und wo man so ein Boot mieten könne. Wir vereinbarten daraufhin mit dem Kapitän des Bootes, dass dieser uns am nächsten Tag auf die Affeninsel fahren sollte. Wir waren den ganzen Abend so aufgeregt, dass einige von uns gar nicht erst ins Bett gingen. Am nächsten Morgen fanden wir uns zeitgerecht am Strand ein (welch ein Wunder) und wurden auch tatsächlich zur vereinbarten Zeit abgeholt. Beni versuchte noch den Kapitän zu überzeugen, ihm einfach das Boot zu überlassen und den Tag frei zunehmen aber da half alles betteln und flehen nichts, der alte Seebär blieb hart. Nach den ersten Wellen wurde uns dann klar, dass wir noch einmal Glück gehabt hatten. Heil auf der Insel angekommen begrüsste ein Einheimischer George mit der Frage: „Want some weed? You look like freedom man!“. George lehnte dankend ab (Foto im Anhang). Ein paar Minuten später kam der gleiche Kerl wieder und fragte ob wir Frauen oder Drogen wollten, er könne alles organisieren. Nachdem wir erneut freundlich aber bestimmt ablehnten, machte er sich schliesslich aus dem Staub. Etliche Affen-Selfies später und nachdem Beni, der keinen einzigen Affen gesehen hatte, endlich aufgewacht war, machten wir es uns in der „Strandbeiz“ gemütlich um etwas zu Jassen. Als es dann schliesslich eindämmerte und Urs die Jasskarten nicht mehr sehen konnte war der Ausflug auch schon wieder vorbei und wir fuhren mit unserem Motorboot in den Sonnenuntergang – nein, Beni durfte noch immer nicht ans Steuer.

Ein unerwarteter Besuch

Ein weiterer Höhepunkt der Ferien war ohne Zweifel der unerwartete Besuch eines waschechten Air Marshalls. Obwohl wir uns zahlreiche Male während der Ferien versprochen hatten, schöpfte George bis zum Schluss keinen Verdacht und so war auch diese Überraschung gelungen. Naja, kurz gesagt, da mussten wir gleich ein weiteres Wiedersehen feiern, was langsam richtig anstrengend wurde – George schlief eines Morgens sogar im Sitzen ein. Der Neuankömmling war übrigens  Thailand erprobt und führte uns in die thailändische Küche ein inkl. Sangsom.

 

Robin werden Handschellen angelegt

Eines Abends wurde es ganz brenzlig. Wir waren gerade in einem Klub angekommen, hatten uns eine Flasche thailändischen Rum bestellt und genossen die offene Terrasse hinter der Tanzfläche. Es wehte eine leichte Brise vom Meer her und alles war bestens. Auf einmal realisierten wir, dass einer fehlt. „Robin war doch eben noch da?“ Wir versuchten es auf dem Handy, doch die Leitung war tot, der Akku leer, kein Roaming- man wusste es nicht so genau. George machte sich auf die Suche nach seinem kleinen Bruder und meldete sich kurze Zeit später per Telefon. Offenbar wurde Robin vorgeworfen er habe eine Frau unsittlich berührt und so lag er in Handschellen gefesselt vor dem Klub. Mit gutem Zureden gelang es uns ihn zu befreien, doch in den Klub zurück durften wir nicht mehr.

 

Anmerkung der Redaktion: Es gilt die Unschuldsvermutung d.h. Robin war natürlich völlig unschuldig und alles bloss eine böse Verschwörung.

 

New year’s eve at Hard Rock Hotel – Legendary it is

Für das Neujahrsfest liessen wir uns etwas ganz Besonderes einfallen. Burger und Chicken Wings im Hard Rock Hotel. Ein wahres Festmahl mit super Musik, ausgelassener Stimmung und tollem Essen. Nur der kleine Alex hatte etwas mit der Bestellung zu kämpfen „no spicy for me!“. Nachdem Essen hatten wir noch eine Strandparty mit den Einheimischen und gönnten uns das erste Guinness des Jahres. Beim Thema Bier fällt uns noch ein, dass Beat anfangs der Ferien behauptet hatte er trinke kein Bier, einige hundert Liter „Chang“ später kam er aber auf den Geschmack und trank die Vorräte in der Region im Alleingang leer.

 

Beni schmeisst Geld zum Fenster raus, entdeckt neue Wörter, kocht George ein Fondue, wundert sich über die Taxi Preise und weitere Anekdoten

Zum Schluss noch all die Geschichten, welche im Haupttext keinen Platz gefunden haben. Gleich am ersten Abend warf Beni das Geld wortwörtlich zum Fenster raus. Wir fuhren von unserem Ferienhaus in Richtung Stadt und weil das Fahrzeug halb offen war nützte er die Gelegenheit mit thailändischem Geld die Strasse hinter uns zuzupflastern, dabei viel ihm unglücklicherweise auch ein Schlüssel aus der Hand. Nach einer kurzen Suchaktion ging es auch schon weiter. Am gleichen Abend lernte Beni auch was die Einheimischen unter „Yam Yam“ und „Bumm Bumm“ verstehen. Kreativ wie unser „enfant terrible“ ist komponierte und textete er sogleich das Ferienlied „Kumba ja my Lord, yam yam yam“. Unser Haus Security wurde übrigens noch kurzerhand in einen Bier-Kurier umfunktioniert, die Taxipreise wurden täglich günstiger, den Strand sah Beni nur zweimal (im Schnitt alle fünf Tage).

Den Sport nicht vergessen

Ein hartes Trainingsprogram erwartete uns jeden Morgen, bestehend aus Burpees, Liegestützten, Sit-ups, Squats und weiteren anstrengenden Übungen. Daneben jassten wir mehrere hundert „Passé“ als Vorbereitung für das alljährliche Munijassen im Hotel Bietschhorn. George erfüllte beim Jassen übrigens auch die „Challenge“ von Jolanda.

Liebe Jolanda, bitte George das Geld überweisen und Jonny ein Bier bezahlen, der arme hat es verdient.

Kleine Anekdote zum Schluss

In unserem Haus wurde jeden Tag geputzt und zwar aussergewöhnlich sauber. So kam es dazu, dass sowohl Beat als auch Sonja mehrfach in die frischgeputzten Scheiben liefen. Nach etlichen Beulen fingen die beiden sogar damit an post-it Kleber an die Scheiben zu kleben – es war ein riesen Spass.

In Irland sehen wir uns wieder

Der Abschied von Geroge fiel uns allen schwer und hätten wir hätten ihn am liebsten gleich mitgenommen Ab dem 6. April machen wir Irland unsicher – macht euch auf weitere Abenteuer gefasst.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    fraene (Freitag, 03 Februar 2017 18:47)

    mega geils tagebuech!het extrem gfägt,das aues zläse! kuuli truppä,witer so!

  • #2

    Corinne (Freitag, 03 Februar 2017 21:40)

    Danke viel mal,
    uns an diesem unvergesslichen abenteuer teilnehmen zu lassen ! Ich lerne so viel dank dir, lieber george!!
    Jeder kilometer den du jetzt fährts bist du schon näher HOME ......

  • #3

    Mamen (Montag, 06 Februar 2017 11:23)

    Supper Blog Beni und Jonny! .... Dir heit e unvergesslichi cooli Zyt zäme dörfe verbringe....
    ly Mam