What a start!

Was gäbe es besseres für  Jonnys Geburtstag am 05.03.2016 als Burger, viel Bier und noch mehr Ginger-Whiskey Drinks im Hard Rock Cafe Venezia? Nach der ersten Etappe haben wir uns das sicherlich verdient :) Es ist der zweitletzte Abend mit Jonny, welcher am Montagmorgen leider schon wieder auf den Zug in Richtung Schweiz muss und sich somit unsere Wege für eine Weile trennen. Dass die Stadt ausserhalb des Hard Rock Cafes unter Wasser steht stört uns nicht sonderlich und so sind wir noch bis weit nach Mitternacht damit beschäftigt, uns über alles Mögliche zu unterhalten, neue Pläne zu schmieden und die vergangenen Tage revue passieren zu lassen. Aber alles der Reihe nach.

Kurz vor unserem Start am 01.03.2016 bewiesen meine Mitarbeiter aufs Neue, dass sie die Grössten sind, als sie mit vier Streifenwagen und Blaulicht bei mir zuhause vorfuhren. Es hat mich riesig gefreut, dass nochmals soviele Mitarbeiter, Verwandte und Freunde kamen, um Aufwiedersehen zu sagen. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, gings mit einer Polizeieskorte bis zur nächsten Kreuzung, wo sich unsere Wege trennten und Jonny und ich in Richtung Berner Oberland aufbrachen. Jungs und Mädels der PW Ostring, Merci viel viel Mal für diese tolle Aktion, ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut und fühle mich unglaublich geehrt :) Ich hoffe, euch in nicht allzu ferner Zukunft wieder zu sehen und auf diesen tollen Abschied anzustossen!

 

Auf dem Weg Richtung Unterbäch VS hatten wir richtiges Wetterglück und kamen zügig nach Spiez, wo es nach einem kleinen Zmittag hoch nach Kandersteg ging. Dass der Veloweg ab Frutigen zugeschneit sein könnte, daran haben wir natürlich keine Gedanken verschwendet und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich schon entspannendere Sachen erlebt habe als ein 15kg Fahrrad mit 30kg Gepäck plus Wasser und Essen durch den Schnee einen Berg hochzustossen :)Aber wir sind ja nicht zum entspannen da, ha! Nach einem eventuell nicht ganz zulässigen Abstecher durch den geschlossenen Blausee-Park gelangten wir nach etwa 45min wieder auf die rettende Hauptstrasse und kamen am Abend doch noch im Hotel Bietschhorn an, wo wir mit einem super Zimmer und einem köstlichen Cordonbleu verwöhnt wurden. Merci nochmals vielmals Sabine, wir sind dir mega dankbar!

Sooo, nun war es an der Zeit, die schöne Schweiz zu verlassen und ich schaute nochmals mit etwas Wehmut zurück. Gleichzeitig freute ich mich extrem auf das vor uns liegende Italien und die bevorstehende Tour. Next Stop Stresa, was wir nach einem anstrengenden Kampf gegen den Wind am Nachmittag erreichten. An den Gegenwind werde ich wohl oder Übel noch gewöhnen müssen, aber immerhin hatten wir unglaubliches Wetterglück und fuhren bei  fast 15 Grad nach Süd-Osten.

Und nun voller Tatendrang weiter via Monza in Richtung Brescia. Nach 150km mussten wir uns dann doch eingestehen, dass unsere Planung auf der Karte ein bisschen zu optimistisch war und die noch fehlenden 50km nach Brescia wohl etwas zu sportlich sind. Beim nächsten Pub mit dem Schild "Guinness" machten wir unseren Beinen einen Gefallen und beendeten unseren Tag mit einem Bier, einem grossen Znacht, einem bitzeli Muskelkater in den Oberschenkeln und waren um acht Uhr schon im Tiefschlaf.

Am nächsten Morgen gings zum Gardasee und anschliessend

Richtung Verona. Am Gardasee löste ich meine erste Challenge ein und fuhr zum

ersten Mal mit Klickpedal auf Jonnys Rennrad. Ging ziemlich gut und ist ein kleines

bisschen leichter als meins, aber tauschen möchte ich trotzdem nicht! Mal schauen ob ichs

mit dem Hochladen des Videos hinkriege. Kurz vor Verona navigierte ich uns

versehentlich auf eine Autostrasse, was vermutlich für ein paar rote Gesichter

bei den Lastwagenfahrern sorgte. Und kaum lässt man Jonny einen Augenblick aus

den Augen, fährt er sich auf der Autostrasse einen Platten von einem Bostich

ein. Nicht gerade der beste Ort um einen Schlauch zu wechseln, aber dafür gibt’s

ja Pannenstreifen :) Als wir in Verona ankamen wurden wir von einer aufgeregten Frau angesprochen, welche uns bat, ihr mit ihrer herausgesprungenen Fahrradkette zu helfen. Nachdem die Kette wieder an Ort und Stelle war, bestand sie umsverrecken darauf, uns 5 Euro wegen unserer schmutzigen Hände zu geben. Und da man sich mit alten Frauen nicht streitet und ihnen nicht widerspricht, nahmen wir das Geld dankend an um uns einen italienischen Kaffe zu gönnen. Vielleicht öffnet sich hier ja ein neuer Weg, meine Reisekasse aufzustocken ;)

Und nun sitzen wir schon hier in Venedig und geniessen den

letzten Abend, bevors morgen alleine weitergeht. Jonny, es hat mich sehr

gefreut, dass du am ersten Abschnitt meiner Reise teilhattest und ich werde deine

Gesellschaft bestimmt oft vermissen. Merci vielmal, dass du mit mir die erste

Woche in Angriff genommen hast!

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